Das hat die Welt gebraucht

Heute ist „Girls-Day – Mädchen-Zukunftstag“.

Dazu etwas von der Seite der Initiatoren:

„Am 24. April 2008 ist Girls’Day – Mädchen-Zukunftstag! Zahlreiche Plätze in Unternehmen, Forschungszentren und weiteren Einrichtungen stehen zur Zeit schon bereit. Dort können Schülerinnen ab Klasse 5 in Berufsbereiche schnuppern, in denen bisher erst wenige Frauen arbeiten. Dank der spezifischen Ansprache von Mädchen bietet der Girls’Day die Möglichkeit, techniknahe Berufe frei von Geschlechterklischees bei spannenden Mitmach-Aktionen auszuprobieren.“

Hurra! endlich ein Tag der Klischeebefreiten Praktika für Mädels! Das das Jahr 364 weitere Tage hat, die dann wohl nicht „frei von Geschlechterklischees“ sind, und welche die „Girls“ zweifelsohne miterleben werden WENN sie zu solch einem Beruf greifen steht erstmal nicht zur Debatte…

IT’S GIRLS-DAY!

Neben dem „Tag des Wassers“ und dem „Weltnichtrauchertag“ eine weitere, vollkommen überflüssige Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für eifrige Arbeitsgruppen in Unternehmen, um tolle Plakate zu basteln die bis ans ende aller Tage die Kantinen des Landes schmücken, deren Inhalt aber selbst langjährigen Mitarbeitern nicht geläufig ist.

NUN FRAGE ICH EUCH

Hat das einen sinn? Hat dieser Käse, ganze Tage mit speziellen Themen zu deklarieren, welche sich mir und 80% der Zielgruppe nur durch das wechselnde Google-Bildchen eröffnet, sinn?

Ich glaube nicht… der Tag des Wassers hat mich dazu veranlasst Unseren neuen Gartensprenger in Betrieb zu nehmen, welcher 5000 Liter in 20 Minuten verbläst, und am Weltnichtrauchertag… pff.. da erfahre ich immer abends von, nachdem ich beim Kippenautomaten war.

Ich frage mich wie man zu sowas kommt? Ich meine , der „Girls-Day“ scheint ja von Privatunternehmen Initiiert worden zu sein… Kann ich das auch? kann ich den „Tag des Autoreifens“ Ins leben rufen, bei dem ich dazu aufrufe die armen Autoreifen wieder in die Natur zu entlassen, da wo sie herkommen.

Oder den „Boys-Day – Der Jungs-Zukunftstag“ (Nein, hier wird nicht zum Schwulen Rudelbums geladen…auch wenn es sich so anhört)

„Dort können Schüler ab Klasse 5 in Berufsbereiche schnuppern, in denen bisher erst wenige Männer arbeiten. Dank der spezifischen Ansprache von Jungs bietet der Boys-Day die Möglichkeit, technikfremde Berufe frei von Geschlechterklischees bei spannenden Mitmach-Aktionen auszuprobieren, So erlernen die jungs typische Frauenberufe, die im Durchschnitt schlecht bezahlt werden und allgemein nur wenig Aufstiegsmöglichkeiten bieten!“

klasse… ich werde das mal anfragen…

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