Warme Tage, schöne Tage

immer wenn es wärmer wird kommt die erkentniss das es doch die beste Zeit des Jahres ist. Mann kann einen Haufen Dinge tun die einem die Kälte des Windters und die Depression des Herbstes verwehren. z.B. sich in den Regen stellen, wie ich es letzte woche tat. Allerdings bin ich keiner dieser Hippiekinder die sich nackert in den Garten stürzen wenn es bei über 15 Grad zum Guss kommt.

Ich wollte eigentlich nur von der arbeit zum Bus, wartete schon ca. 10 Minuten im Haus das sich die Himmelspforten schließen, ohne erfolg. Es trätschte weiter. Also sagt man sich man wäre ja „nicht aus ZUcker“ und läuft die 700 Meter durch die sintflut. Ohne Schirm ohne Regenjacke oder sonstigen schutz.

Doch ich muß sagen das es mir sehr gut gefiel. Das von der Sturmfront herabgedrückte OZON prickelt in den Atemwegen, man ist glücklich das selbiges die Grenzwerte nicht übersteigt und einem die Lunge nicht zersetzt, es „riecht nach regen“ und die geräuschkulisse ist bombastisch.

Es gefiel mir so gut das ich einen umweg zur bushaltestelle nahm, noch ein wenig das alles genießen…

Falschgedacht.

kaum hatte ich mich für den längeren Weg entschieden wurde aus dem Lau-Warmen Regen Hagel, aus der guten Luft ein Eisiger Blizzard und zu allem überfluss hatten die Gullis versagt und vor mir lag ein knöchelhoch überfluteter Morast-weg. Eiskörnern so groß wie Haselnüsse schroteten auf mich hinab, Ich war inzwischen klatsch nass und versuchte nun recht zügig durch das sich vor mir auftuende Schlamm-Moor zu waten.

als ich an der Bushaltestelle ankam sah ich aus als hätte ich 1916 drei Wochen in einem Schützengraben vor Verdun verbracht. UNterhalb voller schlamm oberhalb so durchnässt als hätte ich ein vollbad mit kleindung genommen.

Als der Bus endlich kam dankte ich allen ncihtexistenten Gottheiten die die Menschheit hervorgebracht hatte und legte mir ein paar erklärend nette worte bereit.

Der Busfahrer öffnete die Tür des Busses, sah mich wortlos an und schloss sie direkt wieder, ohne mich einsteigen, geschweigedenn zu wort kommen zu lassen. Dann fuhr er einfach weiter.

Meine verwünschungen hallten noch stunden von den Mauern der umliegenden Häuser wieder, ehe ich mich auf den Weg machte die 5 km zu fuß zu laufen. Regnen tat es übrigens nichtmehr. Ich sah also einfach so bescheuert aus, ohne erklärende Umstände.

Zuhause merkte ich dann das ich an diesem Morgen wohl mit dem Auto zur arbeit gefahren bin und dies Abends vergessen hatte. Auch nicht schlecht.

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