Der Wein Verschmäher

Grade an einer Studie für eine Dame teilgenommen, die eine Magisterarbeit über das image von Deutschen weißweinen verfasst.

Nun gab es auch ein feld in dem man seine eigene meinung zu deutschem weißwein kundtun konnte. Ich bretterte also los, und das will ich euch nicht vorenthalten:

„Wie sie bei der Auswertung meiner Bögen sicherlich festgestellt haben bin ich kein Weintrinker. Ich trinke gerne mal einen süßen rotwein, aber auch dort könnte man mir getrost mit frostschutzmittel gepanschten dornfelder andrehen und ich würde keinen unterschied schmecken, geschweigedenn den preis rechtfertigen können.

Weißwein hingegen ist generell furchtbar. Egal wohin man kommt, es gibt trockenen weißwein zu jedem gericht, in jedem restaurant. Dieses widerliche gesöff verfolgt jeden der gutes Essen schätzt.

Und natürlich ist er trocken.

Die Deutschen lieben es einfach sich zu geißeln, selbst beim essen muß immer ein tropfen trockene scheußlichkeit bereit stehen, der einem bewußt macht wie hart und ungenießbar doch das leben ist. Anstatt sich einen herrlichen traubensaft zu genehmigen wird die plörre monate oder Jahre in dunklen kellern faulen gelassen, auf das auch jegliche süße dem ekel gewichen ist. Dann wird sie irgendwann hervorgeholt und man fachsimpelt über den grad der verderbniss, schmeckt die käsefüße der polnischen erntehelfer und das aroma der mitvergorenen insekten. hmm, ein wahrer hochgenuss.

nein, für mich ist weißwein kein geschätztes getränk. Und ich befürchte auch eine imagekampagne kann nicht überzeugen, wenn das Produkt einem den magen umkrempelt.“

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