die GlühBirne als Gestaltungselement

Ich weiß noch genau wie meine liebe begang: Es war in einem Griechischen Restaurant in meinem Heimatort, das ich als kleiner Junge öfters mit meinem Eltern besuchte. Dort gab (gibt?) es nciht nur ein sehr gutes Suflaki, nein, die Einrichtung war auch superb. Wie bei den meißten Griechen war in die Dekoration der Räumlichkeiten sehr sehr viel Zeit geflossen. Dementsprechend fehlten natürlich nciht die obligatorischen Marmorstatuen aus Gips, bei denen die Arme fehlen, totalausstattung in Landesfarben blau weiß und „di-ki-dididi-dididi-dididi“ Bouzouki-Musik welche direkt Griechenland-atmosphäre versprüht (obwohl man meißt noch nie da war).

Doch ein kleines Detail dieses Rustikalen Ambientes nahm mich vom ersten Augenblick an gefangen: Effektleuchten. Glühbirnen, geformt wie Kerzen, und rötlich flackernd innendrin.

Andächtig schauend nahm ich meinen Suflaki-Teller zu mir, fasziniert von dem springenden funken im inneren der Glühbirne. Das Essen wurde gleich viel rustikaler, echter und ich glaube ich wurde damals angefixt mit dem Gedanken das man durch einfache ausleuchtung ganz besondere Situationen schaffen konnte, wenn die Lampen denn für den Raum richtig gewählt wurde(n).

Natürlich Sind diese Flackerbirnen furchtbarer Kitsch, und ich persönlich habe Private nie eine Verwendung dafür gefunden. Doch Sie brachten mich auf den richtigen Weg, außerhalb des Hühnerkäfigs zu denken. Denn ob man es glaubt oder nicht, es gibt eine Vielzahl von Glühbirnen-Formen und -Arten, viele davon, im richtigen umfeld eingesetzt, garnicht kitschig oder Ärmlich. Doch weil Lästern viel mehr freude macht zähle ich erstmal die großen Stil-Verbrechen bei der Leuchtmittelwahl auf:

Licht-Sünde Platz Drei:
Lichtschläuche

Ja ich gebe es zu, ich selbst habe von diesen ungetümen noch 2 auf dem Dachboden herumliegen, und ja, ich habe sie früher auch in meinem Jugendzimmer verwendet. Aber es waren die 90er und wir waren cool. Vor allem ich war vool denn mein Lichtwerfendes Monstrum hatte blaue leuchten(!). Es gab auch noch andere Abartigkeiten mit grün gelb rot kombinationene etc. Aber im grundegenommen sind sie alle hässlich wie scheiße. selbst die ungefärbten sehen halt einfach nach „schlauch“ aus. Da ist nichts subtiles wie bei einer Lichterkette, es ist einfach ein scheiß-schlauch der scheiße leuchtet.

Licht-Sünde Platz Zwei:
Energiesparbirnen im Wohnbereich

Unesthetischer Müll. Wer sich in dem fahlen Licht, das diese Ungetüme von Birnen von sich geben, wohl fühlt der hat keine Seele. Das Licht macht nachgewiesenermaßen Krank, alles was man darunter betrachtet sieht aus wie geschissen, und bei einer Birne erwarte ich keine ungeschönte erhlichkeit bei der ausleuchtung meines Teints. Ich möchte in einem „möglichst guten Licht“ erscheinen, nicht die Adern unter meiner Haut sehen. Und alles für eine „ersparniss“ deren existenz uns vorgelogen wird. Aber was solls, schließlich zählt nicht der Wille des Volkes, es zählt nur der Profit. Wenn Hartz-V Familie XY täglich 5 euro für die ernährung und sonstwas zur verfügung hat und ihnen die letzte glühbirne kaputt geht, dann kann halt ncihtmehr die 19 cent birne gekauft werden, es muß halt gespart werden bis man sich die 8 euro Birne Leisten kann. Weil keine Alternative besteht, die wurde ja gesetzlich verboten. Frohes sparen in der dunkelheit, stupid poor people.

Licht-Sünde Platz Eins:
Hypnotisch blinkende Türken-Wei(h)nachtssterne.

Der Gipfel des schlechten Geschmacks. Gradezu Grotesk. Wer heute noch so etwas verwendet ist entweder dem Bollywood-kitsch verfallen oder er hasst das Leben und alles was schön ist. Diese epilepsie-katalysatoren gibt es in allen farben, nur keine schönen, in allen größen und in jeder blink-variante. Widerlicher Schrott. In Kombination mit einer erhängten Weihnachtsmannpuppe an der Außenfassade aber ein guter Indikator für den durchschnittlichen IQ der Hausbewohner.

Sooo, entweder ich erweitere die Liste der Sünden, oder ich zähle jetzt die schönsten Beleuchtungsarten auf…. mehr dazu auf jeden fall bald.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.