Wie man sein Leben verlebt

Und nun schaut er an sich herunter, vieleicht auch ein wenig zurück. Nein, er schaut ganz zurück, nur zurück heute mal, nicht nach vorne. Er resümiert, und der Kassensturz zum ersten verlebten lebensdrittel offenbart was bisher nur vermutet:

Viel zu viel für die Katz, nix wie man es sich vorgestellt hat, und jetzt in situationen gefangen aus denen sich nicht ausbrechen lässt, will er Gesellschaftskonform bleiben. Und das muß er ja, er kann es sich nicht leisten gegen die Norm zu gehen, aus dem Alter ist er ein für alle mal raus.

Träume hat er immernoch, ja, aber die sind so völlig abseits von dem womit er sein Leben befüllt das auch nur der Gedanke an ihre Umsetzung grotesk ist.

Schließt er von sich auf Andere so muß es wohl jedem so gehen der erkennt das sein leben garnicht so geraten ist wie man es sich wünschte. Durch das zusammenleben mit Millionen anderer Menschen ist es zu einer homogenität der lebenserfüllung gekommen. Man resigniert und versucht sich selbst von seiner eigene, natürlichen Belanglosigkeit ab zu lenken. Vieleicht mit einem extremen Hobby oder im Job durch unterdrückung anderer. Doch vor sich selbst kann natürlich nicht flüchten, und so sieht er das, egal was er tut, er einfach ein zu intelligent geraterner Affe ist, ein zufallsprodukt der evolution. Und zusammen mit rund 6,8 Milliarden anderen Post-Primaten sucht er nach der erfüllung, das was einen ausmacht.

schön dumm.

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