Surreales was mir WIRKLICH passiert ist

Nachdem es nun 2 Träume in Folge gab kam mir in den Sinn das es vielleicht auch ganz erquicklich wäre wirkliche Begebenheiten zu erzählen. Begebenheiten die so abstrus sind das man im Nachhinein überlegt ob das nun wirklich gerade geschehen ist.

Ich denke das wird ein schöner Zyklus, denn für Stories dieser Art scheine ich als Protagonist auf irgendeine Weise attraktiv zu sein.

Ich weiß nur noch nicht wie ich es verpacken soll. Nur kurz anreißen und den Leser mit der Situation alleine lassen, oder die ganze Story erzählen, wie es dazu kam etc. und somit Gefahr laufen das die Sache an Wahnsinn verliert. ich versuche es erst mal.

hmmm, mal sehen… Also es war 2001, oder 2000 ich weiß es nicht mehr so genau. Es war eine warme, wolkenlose Sommernacht, und auch wenn man sich das bei dem derzeitigen Wetter nur schwer vorstellen kann: es war schön draußen.

Wir saßen bei einem Freund im Garten, drei, vielleicht vier Leute, und waren alle schon sehr entspannt in dieser gemütlichen Runde. Der Gastgeber, Herr M. hatte uns am Abend noch gewarnt das in seiner Einfahrt Bauarbeiten stattfanden, ergo ein ziemlich großes Loch im Boden klaffte. Es war ca. 2 Meter tief, aber abgesperrt mit leuchtfarbenem Absperrband und Blinklichtern, ein übersehen war also unmöglich.

Die Nacht schritt voran und es waren gemütliche Gespräche die wir führten, das ausgehen war erst für den nächsten Abend angesetzt.

Auf einmal hören wir ein Poltern aus der nähe der Einfahrt. Eher ein scharren und laute wie ein Tier das verzweifelt versucht zu entkommen. „Oh nein, nicht schon wieder K.’s Katze!“ Monierte M., der das Schauspiel wohl schon des öfteren mitbekommen hatte. „Das Scheißvieh springt immer in die Grube, kommt aber nicht mehr heraus. Kann mir gerade jemand helfen? Allein lässt die sich nicht fangen“. Alle standen auf und innerhalb kürzester zeit sah ich mich auf dem weg zu einer Katzenrettungsmission, nachts, um 3:00.

Wir kamen an das Loch und Herr M, der mittlerweile eine Taschenlampe besorgt hatte, trat „miez miez miez“-flüsternd an das Loch und leuchtete nach unten. Auf dem Boden Lag eine leicht bekleidete Frau, das Gesicht nach unten, die Gliedmaßen verdreht.

SCHOCK- und ein lustiges Geräusch wenn 4 Leute gleichzeitig die Luft einziehen.

M.’s erste Reaktion war: „Wir können der nicht helfen!“ – womit er wieder bewies das er bereits 5 Gedankengänge weiter war als der Rest von uns, der immer noch verdattert in die Grube starrte. M. hatte in seinem Kopf bereits sämtliche Szenarien die auf diesen Moment hier folgen konnten durchgespielt und war zu dem schnellen Schluss gekommen das es das Beste wäre die Grube zu zu schütten und sich wieder an den Gartentisch zu setzen.

Ich wollte gerade erörtern warum wir vielleicht erst mal nach einer besseren Lösung suchen sollten, als ein Wimmern aus der Grube drang.

Sie lebte!

Doch das erste Gefühl der Erlösung, dadurch hervorgerufen das diese Frau wohl doch keine Leiche in einer Grube war deren Todesumstand man stammelnd und schwitzend der Polizei erklären musste, machte schon bald dem unangenehmen „und jetzt?“-Gefühl platz.

Da standen wir nun, tief in der Nacht, schweigend und still um ein Loch in dem eine wildfremde Frau lag, und das einzige was uns einfiel war mit einer Taschenlampe auf sie zu leuchten. Es dauerte gut 5 Minuten bis wir uns aus dieser versteinerten Haltung lösen konnten und der „Dame“ aus dem Loch halfen.

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