Männlichkeit

Bereits als ich klein war (So 5., 6. Klasse) fiel mir auf das ich an den meisten Dingen die meinen männlichen Altersgenossen große Freude bereiteten keinerlei Interesse hatte. So war Fußball für mich immer ein Graus, und ich gucke auch heute nur ungerne zu. Ich habe mich (ind er Schule) nie geschlagen und mein Freundeskreis bestand zum Großteil aus Mädels.

Im nachhinein ist das ein großer Vorteil, schließlich glaube ich das die unbeholfenheit die viele meiner Altersgenossen heute noch im Umgang mit Frauen an den Tag legen daher rührt das sie sich früher lieber gegenseitig in die Fresse geschlagen haben und dachten das imponiere der Damenwelt. Tja, man lässt sie in dem Glauben, und die Damen denen das wirklich imponierte sind heute von genau diesen kerlen schwanger oder fahren bereits ein kind durch die Fußgängerzone. Auf dem Weg vom Aldi zum Textildiskont. Erfülltes leben.

Jedoch wurden immer wieder Unkenrufe von meinen männlichen altergenossen laut, ich wäre nicht männlich genug, zu weich, weil ich ja noch nie einem in die fresse geschlagen hätte, und im fußball immer einer der letzten bei der teamaufteilung wäre.

Ich habe sie ignoriert. Und das war das gesündeste was man tun konnte. Einfach weil ich nie die notwendigkeit empfand in ein vorgefertigtes rollenbild zu schlüpfen, und weil mir der lebensstil der bei diesem verhalten vorgezeichnet ist nicht gefällt: Unter der woche schaffen, am besten als Mechaniker irgendwo fiese arbeit erledigen, abends heim, die einzige frau die man in seinem leben nackt gesehen hat begrüßen, weil man sie geheiratet hat, vor die Glotze, Bier aufreißen, Auf die Frage „WieWarDeinTag?“ mit „GingSo“ antworten und dann irgendwann im Sessel entschlummern. Am Wochenende Scheiße mit den Kindern machen die einem selbst nicht gefällt.

Das mag für viele der Sinn des Lebens sein, meiner ist ist nicht.
Und was ich und jeder halbwegs intelligente Mensch von einer Partnerschaft NICHT erwarten sollte ist ja hinlänglich bekannt.

Und trotz allem habe ich ein männliches „Hobby“, auch wenn ich es nicht mit dem enthusiasmus betreibe den man woanders findet: Ich liebe es Auto zu fahren. Allerdings erst nachdem mein erstes auto, ein Ford Fiesta Baujahr 94, Zerschrotet wurde, und ich mein kleines schwarzes erstand. Mit ihm galopiere ich durch die Wälder und Städte und es gibt nichts befriedigenderes als wenn die drei Bayrischen Lettern einen hemmungslos aufgemotzen VW Golf versenken.

SUCK IT, BIATSCH!

steht groß auf meiner Heckscheibe… und nur ich kann es lesen.. wrumm wrummm. männlichkeit wrummm wrummm.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.