Das Verhängniss der DSLR

Hat man eine Spiegelreflexkamera kann man sich eigentlich damit nirgendwo mehr blicken lassen. Ich komme mir immer unheimlich behämmert damit vor. Ich knipse nur, zähle mich noch nicht mal zu den fotografen. Und dieses Gerät um zu haben scheint irgendwie für grenzenlose Kompetenz zu stehen.

Durch die Arbeit bin ich inzwischen recht gut darin tote Dinge zu fotografieren. Produktfotos etc. Tote Dinge sind toll, ich kann 1000 Bilder von Ihnen machen und Sie mosern nicht über die vertane Zeit, ich kann sie hin schieben wie ich will und nachher muss das Foto nur mir und den Einkäufern gefallen.

Gott bewahre vor Fotos von Menschen. Ich hasse hasse hasse es Fotos von Menschen machen zu müssen. Ich hasse es sogar noch mehr als Fotos mit mir selbst drauf machen zu lassen.

Doch irgendwie ist man der große Fotocrack hat man die dslr um den Hald. Wildfremde labern dich schräg an und wollen das Du Sie mit Ihrer Cam Fotografierst, Freunde fragen dich ob du Bewerbungsfotos von Ihnen für Sie machen kannst, Frauen fragen ob du sie nackt fotografierst….

All das passiert. Es ist ein großer Haufen scheiße, denn ich mache all das nicht. Aus dem ganz einfachen Grund weil ich meine Fähigkeiten kenne, und die echter Fotografen schätze. Aber die Menschen die Fragen haben offensichtlich absolutes Gottvertrauen in mich, denken „der kann doch gut so mit Computer und Grafik“ und dauraus resultierten tolle Bilder.

tun sie nicht. Wisst ihr wie Nacktfotos aussehen wenn man keine Übung/Fachwissen hat? Wie beschissene Home-Porno Pics. Von all den Home-Porn Bildchen die da draußen im I-Net rumschwirren sind 70% in den glauben entstanden erotik zu erschaffen. Heraus kam eine verschwitzte, schlecht beleuchtete Pornoshow vor der überquellenden Wäschetruhe, oder Bilder im Badezimmer mit dem Klopapier im Hintergrund. Prima.

Nene, ich mach so was nicht.

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