Peter van Bruck, Tiefschichtendesintegrator.

Betrat man die Halle, so fiel einem sofort das klaffende, schwarze Loch auf, welches in ungefähr 2 m Höhe über den Köpfen der anwesenden, hektisch agierenden Personen „schwebte“. Erst beim näher kommen erfasste man langsam seine ganze Gestalt.

Während man sich durch die Masse von aufgebracht umherwirbelnden Physikern, Mathematikern und anderen, sicherlich äußert wichtigen Personen bahnte, dabei zur genüge den Dampf von altem Kaffe und Denkarbeiterschweiß inhalierte, fiel auf: Das „Loch in der Luft“ war gar kein Loch, sondern eine schwarze Kugel, deren Oberfläche keinerlei Reflektionen aufwies. Erst das man beim Umschreiten dieses merkwürdigen, „falschen“ Objekts scheinbar immer in dessen Öffnung blickte brachte den Schluss das es sich um eine Kugel handeln musste.

Doch das war offensichtlich nicht das einzig Interessante. Ebenso wie die der Flugzeughangar an Menschen überquoll, so war der Rest des freien Platzes zugestopft mit Technischem Gerät. An improvisierten Schreibtischreihen saßen Menschen die, oft den Kopf schüttelnd, angestrengt in die Aufgebauten Monitore blickten. Auf diesen liefen die neusten Daten der Scanner, welche die Schwarze Sphäre untersuchten, zusammen. Hier sollte es Antworten geben.

„Da ist ja unser großer Erdkernbrecher!“ Eine sehr vertrauter Klang drang durch das hektische Gewirr von Stimmen und Maschinengesurr. Peter konnte seinen Blick nur schwer von der Sphäre lösen, wand sich dann aber doch dem Punkt zu an dem er das rufen vermutete. „Hallo Peter, herrlich das du es geschafft hast!“ – Dr. Prof. Malcom McAllister war gut 2 m groß, eine imposante Gestalt die die meisten Menschen hier im Raum überragte. Er hatte ein Gesicht das Peter jedes mal an Prospekte für Schönheitschirugie denken lies, welche bei seinem Hausarzt auslagen. Nicht etwa weil Malcom ein Paar Sitzungen unter dem Messer nötig hatte, nein, das Gegenteil war der Fall; Malcom sah aus wie Modelliert.

„Wie geht es dir, Malcom?“ Fragte Peter mit echtem Interesse. „Hervorragend! Es ist wie Ein Fick während der Bescherung! Alles was wir uns bisher nur ausgedacht haben, die Theorien über denen wir Jahrelang, achwassagich Jahrzehnte lang brüteten, jetzt können wir sie beweisen, testen, verstehen!“

Malcoms Euphorie war also ungebrochen. Seit dem Erfolg der Mission bei der sie sich auch kennenlernten, war er in diesem Zustand. Und man konnte es Ihm auch nicht verübeln. Das sich überhaupt jemand auf die Kruden Ideen die er damals zur Welt hatte ein lies und die Expedition bezahlte war ein Wunder. Das sie dann auch noch fanden wonach Sie suchten war reiner Wahnsinn.

„Das ist Sie also?“ Fragte Peter in Richtung der Sphäre nickend. „Ja, das ist Sie. Du hast Sie ja noch gar nicht „nackt“ gesehen, nicht war? hehe, ja sie ist eine wahre Schönheit. Und sie wird uns helfen unseren Platz in diesem Universum zu verstehen.“

Malcom baute gerne Bedeutungsschwangere Sätze. Nicht um irgendwelche unzulänglichkeiten zu übertünchen, nein, er machte einfach gerne klar von welcher Tragweite seine Arbeit war. Als Peter Ihn das erste mal traf hielt er Ihn für einen Blender, einen Hochstapler der irgendeinem Reichen typen genug Geld aus den Rippen geleiert hatte um irgendein hirnloses Projekt zu finanzieren. Ihm konnte das egal sein, er würde seinen Job machen, die Kohle kassieren und dann könnten von Ihm aus der werte Herr Dr. Prof. McAllister und sein Sunnyboylächeln in der Ödniss verrotten.

Doch es kam anders, und Sie wurden so etwas wie Freunde.

Peter ist Tiefschichtendesintegrator.
Als im Jahr 2210 Die Rohstoffe knapper wurden und auch das Recycling mit seiner Rückgewinnungsrate von inzwischen über 90% nicht mehr ausreichte sah man sich nach zusätzlichen Quellen für Edel- und Schwermetalle um. Viele waren damals überzeugt das ein Abbau auf dem Mond die richtige Lösung sei, andere schlugen die Transformation von Atomen vor, auch wenn niemand so wirklich wusste wie das im großen Rahmen von statten gehen sollte.

Andere widerrum schlugen vor in die tieferen, flüssigen Schichten der Erde vorzudringen und dort das Erzhaltige Magma direkt zur Verwertung an die Oberfläche zu pumpen.

Nach vielen Jahren, gespickt von grausamen Zwischenfällen und verzweifelten versuchen, hatte sich die Desintegration der Flüssigen Gesteinsschichten zu einem lukrativen Gewerbe entwickelt. Ebenso für Peter.

Er war kein begnadeter Künstler in seinem Beruf, ihm ging kein Ruf vorraus wie den Desintegratoren von „Stonemover Inc.“ oder „Magmon“, welche an einem Tag Goldvorräte im Wert von Milliarden absaugten. Doch er hatte ein Gespür für das Magma, und er hatte die Schwarze Sphäre gefunden, auf die Sie jetzt beide schauten.

Fortsetzung folgt.

Dies ist der Anfang einer Geschichte an der ich schon länger schreibe. Ich denke mir, ich Release den Anfang mal hier, vielleicht kommt ja eine Reaktion. Angesiedelt ist das ganze in einer recht Fortschrittlichen Zeit, in der es durch den Technischen Fortschritt zu großen Entdeckungen kommt. Ob diese Unheilvoll oder Fantastisch sind bleibt abzuwarten.

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