Freundschaft mit Löwen, Chips und dem Tod

Es hatte keinen Sinn, der Hummer H1 ist festgefahren. „ALLE RAUS! WIR MÜSSEN SCHIEBEN!“  Die Eiseskälte nimmt mir beim Öffnen der Beifahrertür fast den Atem. Mit einem kawasaki-grünen klappspaten bewaffnet stapfe ich um das auto, um die Ursache des versackens auszumachen. Der Schnee liegt gut 50 cm hoch, der Waldweg ist nur durch das nicht Vorhandensein von Bäumen zu erkennen. Vorn stehen Markus und Richard, Personen die ich noch nie gesehen habe, um die front des Autos. „JETZT SIEH SICH DAS EINER AN!“ Die Front des Hummers war in den Weg abgesunken. An der Stelle war der Schnee auf der Straße getaut und hatte einen kleinen Teich gebildet, auf dem 2 gelbe Enten schwammen. „DEN MÜSSEN WIR AUSLÖFFELN!“ Ich kann immer noch nicht genau sagen wer von den beiden in dieser brachial lauten Stimme zu mir spricht. Immer wenn ich hochgucke sind die beiden nur am rauchen. Sprechen tun sie nur wenn ich nicht hinsehe. „was solls“ denke ich und mache mich daran das Wasser aus dem Tümpel zu scheffeln. Es ist schweißtreibende, schwere Arbeit die sehr langsam von statten geht. Langsam senkt sich der Wasserspiegel und es kommt ein zweites Auto aus dem Morast zum Vorschein. Es ist ein Kleinlaster, russisches Fabrikat, beladen mit Chio-chips in großen Kartons. „Oh großartig!“ denke ich, stürze in den Laderaum und schnappe mir den einzig trockenen Karton. Behänd laufe damit zum Heck unseres Hummers, um ihn den Karton im Kofferraum zu verstauen. Plötzlich dringen Stimmen aus dem Dickicht.  Eine Frau, blond, mein alter, nicht unattraktiv und ein zotteliger Kerl kommen mir freudestrahlend entgegen. „Oh Sie haben die Chips, wie wunderbar, wir dachten…“ Ich Ziehe eine Halbautomatische Handfeuerwaffe aus meiner Hose und schieße dem Zottelkerl ins Gesicht. Diese Chips sollen nur mir gehören, ich teile sie mit niemandem. Seine Freundin kreischt wie am Spieß was ich mit einem emotionslosen „Wir haben Waffen.“ beantworte. Sie schlägt sich kreischend ins Gebüsch. Ich werfe die chips in den Schnee und folge ihr.

Ich trete durch das Dickicht und stehe auf einer verschneiten Weide. der Wald ist weg, wozu ist er auch jetzt noch gut?  Auf der  Weide stehen mehrere Schaukeln, doch anstelle dem Brett auf dem man sonst sitzt, sind an den Ketten große massive Metallkugeln befestigt, die im Wind schwingen. 5 bis 6 große Raubkatzen, wohl schneelöwen, spielen mit den Kugeln, schlagen dagegen, erfreuen sich an ihrem wilden schwingen. Ich weiß das ich von meinem jetzigen Standpunkt aus all die Kugeln kontrollieren kann, allein mit meinem Willen. Ich lasse eine von der Kette und  ins Tall rollen. Dann eine Zweite. Eine Dritte. Die Löwen sind darüber nicht erfreut und wollen mich angreifen. 2 große Kugeln zerschmettern 3 von Ihnen. die anderen werden meine freunde.

Auf der Rückseite des Hügels auf dem ich nun stehe erhebt sich eine rote Woge. Ich kann nicht direkt erkennen das es sich um Höllenreiter handelt, aber es riecht danach. Ich schicke die Raubkatzen, die nun 3 flach geformte Fluggeräte sind, gegen sie. Vergebens. Sie sterben alle innerhalb von Sekunden. „also ist es an der Zeit“. Ich sattle eine der Eisenkugeln und fliege in die Reihen der roten Heerscharen. schlage um mich, schreie und wüte wie ein Berserker unter den gesichtslosen wesen die nur tot und elend bringen, die restlos ausgemerzt werden müssen wenn ich weiterleben will, wenn alles weitergehen soll… vergebens, es zerfetzt mich, ich denke noch kurz an die Chips im Schnee und wie ungerecht es ist das ich sie nun doch nicht bekomme.

dann wache ich auf.

Comments

  1. Oh mein Gott… tiefe Einblicke ;)

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