Heute Backen wir einen maximalveganen Früchtekuchen.

Ei und Butter hab ich einfach durch außerirdischen Eiersatz und veganer Margarine, die aus verendeten Veganern hergestellt wird, ersetzt. Den Zucker gewinne ich durch das andauernde zerkauen von Dattelblättern, die ich dann in einen Napf spucke. Die so entstandene „Gälle“ ist ein äußerst bekömmliches Süßungsmittel.
Bei den Früchten achte ich darauf dass der Baum diese freiwillig hat herabfallen lassen, und dass ich keine Ameise um Ihr Mittagessen bringe. Um den Meerestieren ihr Salz nicht zu rauben, fahre ich regelmäßig zum Toten Meer. Das ist ein sehr entspannender Ort für Maximalveganer, da kann man 100% sicher sein dass man gerade nichts umbringt.
Jedoch fiel ich in tiefe Zweifel als ich hörte wie sehr meine ständigen Flüge nach Israel die Umwelt belasten. Also kein Salz mehr. Das Auto nutze ich auch nicht mehr, seit dem ich neulich durch ein Gespräch mit einem Rennpferd erfuhr, wie viele Pferde sich durch unseren Umstieg auf den Verbrennungsmotor benachteiligt fühlen.
Ich bleibe nun nur noch daheim.
Doch auch da bin ich mir nicht sicher ob ich genügend auf meine Umwelt eingehe. Jedes mal Tisch abwischen tötet Millionen Mikroorganismen, jedes spülen eines Bechers oder Topfs vernichtet eine ganze Welt noch bevor sie die Möglichkeit hatte sich zu entfalten. Ich werde mich nun auf eine Bahre legen und versuchen nicht mehr zu atmen.

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